Jung trifft Alt

Kurzinfo

Die Stiftung „Für Lippe“ bringt die Menschen unterschiedlicher Generationen zu einem gemeinsamen Dialog zusammen.

Projektdaten

  • Projektpartner: Stiftung "Für Lippe"
  • Fördersumme: 7.876 Euro
  • Laufzeit: 2010 bis 2019

Hintergrund

Die Menschen unterschiedlicher Generationen finden meist nicht mehr zu einem gemeinsamen Dialog zusammen, dabei können sie viele wichtige Erkenntnisse voneinander und miteinander gewinnen.

Ziele

Kurz gefasst sind die Ziele des Projektes: Gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz der unterschiedlichen Sichtweise, voneinander lernen und gemeinsam wissenschaftlich arbeiten. Gemeinsam wagen sich Alt und Jung an schwierige Themen heran, die beide Generationen betreffen und berühren und genau deshalb auch zusammen besprochen werden müssen.

Inhalt (2012 bis 2018)

Stand bis 2011 noch das wissenschaftliche Arbeiten im Vordergrund, wurde das Konzept für 2012/13 inhaltlich angepasst. So kochen Senioren bzw. Seniorinnen des Senioren-Begegnungszentrums Kastanienhaus in Lemgo und Schüler bzw. Schülerinnen des Marianne-Weber-Gymnasium Lemgo im Rahmen des Projekts gemeinsam. Eine besondere Herausforderung besteht darin, den großen Erfahrungsschatz der älteren Generation mit der jugendlichen Neugierde und Spontaneität der jüngeren Generation zu verbinden. Dies gelingt jedoch – auch dank der guten Organisation und Betreuung durch Hendric Schwär-Fröhlich, Schulsozialarbeiter der Alten Hansestadt Lemgo – lückenlos.

Mit dem Projekt „Weißt Du noch, wie es früher war?“ der Grundschule In der Senne Augustdorf ist erneut ein Projekt unter dem Thema „Jung trifft Alt“ dazugekommen. Es startete im Schuljahr 2017/18. Gemeinsam mit dem Seniorenheim im Pastorenweg, dem Heimat- und Verkehrsverein und dem örtlichen Heimatmuseum lernen die Kinder unter Anleitung und Begleitung der Honorarkraft Bastian von den Eichen einmal wöchentlich unter dem Motto „früher und heute“ diverse Themen kennen wie Filmen, Berufe, Kleidung.

2016/17 förderte die Stiftung ein weiteres generationsübergreifendes Projekt:  Im Geheimen – Was die Mädels drunter tragen! der Heinrich-Drake-Schule und des AWO Begegnungszentrum Kastanienhaus am Wall. In einer AG hatten Schülerinnen der achten bis zehnten Klassen der Hauptschule Lemgo Gelegenheit, sich mit der Geschichte der Damenunterwäsche vertraut zu machen und zu schauen, wie diese Entwicklung in Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Rolle der Frau steht. Was trugen die Frauen früher unter ihrer Kleidung und was sagt das über ihre Rolle in der jeweiligen Epoche aus? Seit wann gibt es Damenunterhosen? Was sind Korsett, Petticoat, Püserümpchen, Push-up, String-Tanga oder eine Klappbüx? Wie formt, modelliert oder deformiert uns Unterwäsche? Wie werden heute mit anderen Techniken Körperformen verändert? Was gibt es beim BH-Kauf zu beachten?

Fünf Frauen als Teilnehmerinnen aus dem AWO Seniorenbegegnungszentrum KastanienHaus am Wall kamen ab Herbst hinzu und ließen sich die bisherigen Projektergebnisse von den Jugendlichen präsentieren und vermitteln.

Die Ergebnisse des Projekts konnten anschließend im Rahmen einer kleinen Ausstellung im AWO Seniorenbegegnungszentrum KastanienHaus am Wall besichtigt werden.

In 2015 hat die Stiftung ebenfalls weitere Projekte in dem Bereich gefördert:

Die Grundschule „In der Senne“ Augustdorf arbeitet eng mit dem Seniorenheim im Pastorenweg in Augustdorf zusammen. Im Projekt Lebensbaum fertigten Kinder aus dem vierten Jahrgang gemeinsam mit Heimbewohnern einen Lebensbaum aus Holz, der ganzjährig im Seniorenheim genutzt werden kann und soll. Er kann als Jahreszeiten- oder Themenbaum mobil in allen Räumen der Einrichtung eingesetzt werden. Im Rahmen der Projektumsetzung wurden von Jung und Alt auch gemeinsam Lieder einstudiert und bei der öffentlichen Vorstellung des Lebensbaums vorgetragen. Sowohl die Kinder als auch die SeniorInnen hatten sehr viel Spaß. Begleitet wurde das Projekt zudem vom Ehrenamtsbüro des Kreises Lippe. Die Stiftung „Für Lippe“ förderte die Materialbeschaffung mit einem Betrag 500 €, und hat zudem die Entstehung und öffentliche Vorstellung auch personell begleitet.

Ein weitere Förderung unter diesem Thema floss in das Fotoprojekt zum Thema „Altersbilder“ mit Jugendlichen und Senioren im Rahmen der Wanderausstellung „Was heißt schon alt“ im September 2015 in den Räumlichkeiten der AWO Lemgo. Mit den Fördergeldern der Stiftung wurden insbesondere Ausrüstungsgegenstände (Kameras, Bilderrahmen etc.) angeschafft. Auf diese Weise kann das Begegnungsprojekt auch in Zukunft weitergeführt werden.

2010/11

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Barntrup und Studierende der Senioren-Universität in Horn-Bad Meinberg behandelten generationenübergreifend bedeutsame Themen und diskutieren über mögliche Konflikte zwischen den Generationen und deren Lösungen. Die Themen waren insbesondere: Demographischer Wandel, Zukunft der sozialen Sicherungssysteme und Sozialpolitik. Didaktisch wurde im Seminarstil in der Form aktiver Beteiligung und Diskussion gearbeitet. Die Moderation liegt sowohl bei den Lehrern als auch abwechselnd bei Schülern und Senioren. Impulsreferate werden von beiden Seiten eingebracht. Materialien zur Vor- und Nachbereitung werden bereitgestellt.

In 2011 haben insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler aus Leistungskursen der Jahrgangsstufen 12 und 13 und ebenso viele Studierende der Seniorenuniversität teilgenommen. Es fanden während üblicher Unterrichtszeiten insgesamt vier gemeinsame Sitzungen abwechselnd in den Räumlichkeiten des Gymnasiums und der Senioren-Uni statt. Die Arbeits- und Diskussionsreihe im Seminarstil stand unter dem Thema: „Wertewandel oder Werteverlust?“. Zusätzliche Expertise von außen wurde am 21. März 2011 über den Vortrag mit anschließender Diskussion von Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung eingebracht.

In 2010 nahmen an dem Projekt Jung trifft Alt 14 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 des Gymnasiums Barntrup sowie 10 Studierende der Senioren-Uni Bad Meinberg im Alter zwischen 60 und 84 Jahren teil. Es fanden während üblicher Unterrichtszeiten insgesamt vier gemeinsame Sitzungen abwechselnd in den Räumlichkeiten des Gymnasiums und der Senioren-Uni statt. Von den betreuenden Lehrern wurde ein umfangreicher Fragebogen entwickelt. Die Auswertung dokumentiert die positiven Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Projektpartner (aktuell und gewesen)

Uwe Terwonne, Projektleiter Stiftung Für Lippe
Markus Herrmuth, Oberstufenkoordinator des Barntruper Gymnasiums
Suna Willmann, Fachlehrerin für Sozialwissenschaft und Politik
Sabine Segler, Fachlehrerin für Sozialwissenschaft und Mathematik
Dr. Dr. Paul Wolters, Leiter der Senioren-Uni Bad Meinberg
Peter Schneider, Sprecher der Senioren

Förderung

In 2010 und 2011 förderte die Stiftung Für Lippe das Projekt mit jeweils 2.200 Euro. In 2012 investierte sie 200 Euro, in 2013 300 Euro und in 2014 gab sie 476 Euro sowie in 2015 2.300 Euro und in 2016 400 Euro.

Idee

Das Vorhaben ist als Modellprojekt zu betrachten und soll aufgrund des erfolgreichen Verlaufs nach Möglichkeit auch auf andere Schulen / Schulformen übertragen werden. Sofern Sie ein passende Idee haben, können Sie sich gern bei der Stiftung Für Lippe melden.

 

Beispiele zur „Begegnung der Generationen“ anhand des Projektes „Lebensbaum“ der Grundschule ´IN DER SENNE´ Augustdorf