Hintergrund
Smartphones, soziale Netzwerke, Messenger und digitale Plattformen gehören für Kinder und Jugendliche selbstverständlich zum Alltag. Damit wachsen auch die Herausforderungen: Cybermobbing, problematische Inhalte, der Umgang mit persönlichen Daten oder ein übermäßiger Medienkonsum sind nur einige davon.
Medienkompetenz bedeutet deshalb weit mehr als den technischen Umgang mit digitalen Geräten. Junge Menschen müssen lernen, Inhalte kritisch einzuordnen, Risiken zu erkennen, die Folgen des eigenen Handelns abzuschätzen und sich sicher und respektvoll im digitalen Raum zu bewegen. Gleichzeitig brauchen Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte Wissen und Unterstützung, um Kinder und Jugendliche dabei begleiten zu können.
Ziel
Die Stiftung „Für Lippe“ unterstützt Projekte, die Kinder und Jugendliche für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien sensibilisieren. Sie sollen Risiken erkennen, ihre eigenen Daten schützen und wissen, wie sie beispielsweise bei Cybermobbing reagieren und Hilfe erhalten können.
Auch Lehrkräfte, Eltern und pädagogische Fachkräfte werden darin unterstützt, aktuelle Entwicklungen der digitalen Lebenswelt aufzugreifen und Medienkompetenz in Schule und Bildungsarbeit zu vermitteln.
Aktuelle Ausschreibung: Medienkompetenz in Lippe stärken
Die Stiftung „Für Lippe“ lädt Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe und weitere Bildungsakteure in Lippe ein, eigene Projekte zur Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen einzureichen.
Gesucht werden Projektideen, die junge Menschen dabei unterstützen, digitale Medien sicher, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Thematisch kann es zum Beispiel um Cybermobbing und Datenschutz, Fake News, respektvolle Kommunikation im Netz oder Künstliche Intelligenz gehen.
→ Zur Ausschreibung „Medienkompetenz in Lippe stärken“
Inhalt
Das Thema Medienkompetenz gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Stiftung „Für Lippe“ greift dabei unterschiedliche Herausforderungen der digitalen Lebenswelt auf und unterstützt sowohl Angebote für Kinder und Jugendliche als auch für Lehrkräfte, Eltern und pädagogische Fachkräfte. Dazu zählen:
Aktiv gegen Cybermobbing
Seit 2020 setzt sich die Stiftung „Für Lippe“ mit unterschiedlichen Angeboten für Aufklärung und Prävention gegen Cybermobbing ein. Dazu gehörten eine Veranstaltungsreihe im Detmolder Sommertheater, mehr als 30 kostenfreie Webinare sowie eine Informationsveranstaltung mit Fachleuten aus Medienrecht, Schule, Polizei, Medienpädagogik und Schulpsychologie.
Das Angebot wird fortgeführt: Weiterführende Schulen in Lippe können über die Stiftung Live-Webinare mit der Medienrechtlerin Gesa Gräfin von Schwerin sowie einen einjährigen Zugang zur Lernplattform Law4School beantragen. Dort stehen Videos und Arbeitsmaterialien zur Verfügung, die Schulen flexibel im Unterricht einsetzen können.
Weitere Informationen zu „Aktiv gegen Cybermobbing“ und zur Antragstellung
Darüber hinaus hat die Stiftung in den vergangenen Jahren weitere Projekte zur Medienkompetenz unterstützt:
Realschule Aspe – Ausbildung von Medienberatern
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 wurden zu Medienberatern ausgebildet. Sie beschäftigten sich unter anderem mit sozialen Netzwerken und Messengern, Cybergewalt, Urheberrechten und Kostenfallen bei Apps. Anschließend standen sie Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrkräften und Eltern als Ansprechpartner für Fragen rund um Smartphone und Internet zur Verfügung.
Stadtgymnasium Detmold – Medienfachtage
Gemeinsam mit der Stadtbibliothek Detmold veranstaltete das Stadtgymnasium Medien-Informationstage zu Digitalisierung und Medienprävention. Neben Angeboten für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern fand eine Fortbildung für Lehrkräfte statt, die sich damit beschäftigte, wie Smartphones und Apps sinnvoll und kreativ in den Unterricht eingebunden werden können.
Fachtag „Kindheit, Jugend, Medien“
Rund 200 Fachkräfte aus Schulen, Kindertagesstätten und Jugendhilfe beschäftigten sich mit Ursachen und Folgen übermäßigen Medienkonsums. Der Fachtag sensibilisierte für Medienmissbrauch und vermittelte praktische Hilfestellungen für Beratung und pädagogische Arbeit.